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Kreispokalwettbewerb

Mit Wasserpistole und Grips

320 Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehren aus dem gesamten Landkreis traten am Samstag, den 13. Mai 2017 beim Kreisjugendfeuerwehrtag gegeneinander an. Vom Knotenbinden bis zum Reifenrollen gab es einige kniffelige Aufgaben zu bewältigen.

von T.Krytzner

Es war kein Großeinsatz der Feuerwehr, als die dutzenden roten Fahrzeuge auf dem Sportgelände in Oberboihingen eintrafen. Die Feuerwehrautos dienten lediglich dem Mannschaftstransport. Und diese kamen aus dem ganzen Landkreis und brachten über 300 Kinder und Jugendliche zum Kreisfeuerwehrtag. Rund 60 Teams in den Altersstufen zehn bis 14 Jahre und 15 bis 18 Jahre aus Nürtingen, Kirchheim, Esslingen und weiteren Orten in der Umgebung trafen sich zum Wettkampf um den Pokal. In Oberboihingen fand die Veranstaltung statt, weil die dortige Jugendfeuerwehr dieses Jahr ihren 20. Geburtstag feiert.

Die kleinsten Floriansjünger traten in sieben Kindergruppen zum Spielnachmittag an. Aufgeregt probten viele vor dem Beginn der Wettkämpfe nochmals, wie man knotet oder Schläuche richtig handhabt. Bernd Müller, der Vorsitzende der Kreisfeuerwehr Esslingen-Nürtingen, und Kreisjugendfeuerwehrwart Uwe Steck freuten sich über die vielen Teilnehmer aus dem Landkreis und eröffneten gemeinsam den Wettkampf.

Bei diesem galt es, in unterschiedlichen Disziplinen und Parcours Geschicklichkeit und das Erlernte abzurufen. So mussten die Kinder und Jugendlichen einen Autoreifen über eine Hindernisstrecke rollen, ohne dass dieser umfiel. Besonders viel Spaß hatte der Feuerwehrnachwuchs beim Schwammwerfen und Wassertransport, wo es galt, Wasser vom einen Ort zum anderen zu befördern.

Mastbruch, Schotenstich und Zimmermannsschlag sind Namen für die Knoten, die die Jungs und Mädels innerhalb von zwei Minuten binden mussten. Viel Freude und vor allem Zielwasser bewiesen die Teams mit der Wasserpistole. Da galt es, innerhalb der Zeitvorgabe so viele Kerzen wie möglich mit dem Wasserstrahl auszulöschen.

Im weiteren Verlauf des Wettkampfes mussten die jungen Feuerwehrleute auch ihren Grips unter Beweis stellen. Bei dieser Wettbewerbsstation mussten die Spieler gemeinsam 16 Nationalflaggen nach Vorgabe erkennen und die richtigen Ländernamen zuordnen. Als besonderer Nervenkitzel erwies sich das Schlauchkreuz. Dort ging es darum, dass die Teams einen Eimer auf dem Schnittpunkt zweier Schläuche transportieren mussten. Hier war Koordination und Geduld gefragt. Weiter durften die Mannschaften beim Schlauchtransport die Muskeln spielen lassen und mussten bei diversen Aufgaben mit verschiedenen Bällen Fingerspitzengefühl zeigen. Dabei verzweifelten die Jungen und Mädchen fast an der Aufgabe, einen Tischtennisball auf der Spitze eines Stahlrohrs zu balancieren und dabei einen Hindernislauf zu durchlaufen. Als wäre das nicht schon schwer genug, machte der Wind die Aufgabe noch komplizierter.

Doch so anspruchsvoll die verschiedenen Wettbewerbe auch waren und dem Nachwuchs der Feuerwehren alles abverlangten – alle hatten ihren Spaß und eiferten ehrgeizig dem Kreispokal entgegen.

Die Schiedsrichter hatten mit dem Aufschreiben der Zeiten und Punkte alle Hände voll zu tun und drückten bei der Bewertung zur Freude der Wettkämpfer auch mal ein Auge zu. Mit der anschließenden Siegerehrung endete der spannende Kreisjugendfeuerwehrtag in Oberboihingen.

Über 1000 Jungen und Mädchen gehören zu den Jugendfeuerwehren im Kreis. 331 Betreuer kümmern sich um die spielerische Ausbildung der angehenden Feuerwehrleute. Davon sind 42 in den Kinder-Gruppen, die mittlerweile aus 110 Jungen und 27 Mädchen bestehen. Nachwuchssorgen muss sich der Kreisverband der Feuerwehr Esslingen-Nürtingen nicht machen, wie Kreisjugendfeuerwehrwart Uwe Steck bereits am Freitag bei der Hauptversammlung der Kreisjugendfeuerwehr Esslingen in der Gemeindehalle Oberboihingen erklärte: „Wir haben glücklicherweise viele, die mit dem Erreichen des 18. Lebensjahres in die freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Esslingen wechseln.“

Steck wurde bei der Versammlung in für 30 Jahre Tätigkeit bei der Kreisjugendfeuerwehr geehrt. Gerhard Denk von der Wendlinger Wehr bekam zu seinem Abschied als langjähriger Schiedsrichter bei den Wettkämpfen die Ehrenspange in Silber. Für außergewöhnliches Engagement bekam Ausschussmitglied Daniela Lohmann die Ehrennadel in Silber und Markus Taxi wurde für 22 Jahre Arbeit bei der Jugendkreisfeuerwehr mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet.

Eine besondere Ehrung als „die gute Seele im Landratsamt“ bekam Edeltraud Böhm. Zu ihrer Verabschiedung gab es die Floriansplakette.

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